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Es war ein kalter Märzabend. Er ging unruhigen Schrittes durch seine Heimatstadt. Der
Schnee knirschte unter seinen Füßen. Es war ihm bewußt, daß der Brief, den er heute
Eilbrief nach Hamburg versandte, unter Umständen sein zukünftiges Leben total verändern
wird.

Was war geschehen?

Er verspürte bereits seit längerem einen inneren Drang sich auf Dauer einer Domina zu
unterwerfen. Seit einigen Jahren – auf Grund eines Schlüsselerlebnisses in einem Sexshop
– versuchte er im Geheimen seine Veranlagung auszuleben. Da in der Zwischenzeit seine
Familie davon Kenntnis erlangte und sie im Masochismus eine Krankheit sehen, war er
gezwungen zur Auslebung in mehr oder minder größeren Zeitabständen nach Wien zu fahren.

Dies stellte auf die Dauer gesehen auch keine Lösung dar, da es sein größter Wunsch
wäre wenn er die Realisierung seiner Veranlagung als seinen Lebensinhalt betrachten
könnte.

Und gestern – es war Freitag, der 13. – fiel ihm in einem Sexshop ein S/M-Magazin in den
Händen, in denen im Mittelteil auf einer doppelseitigen Anzeige ein Hamburger S/M-Club
einen Haussklaven suchte.

„Wäre nicht das, was ich mir so sehnlichst wünschte“, ging ihm dabei durch den
Kopf. Es lief ihm ein heiß-kalter Schauer über den Rücken, wenn er daran dachte, daß
dies jetzt vielleicht doch ihm Bereich des Möglichen liegen könnte.

Er kaufte sich dieses Hochglanzmagazin und machte sich auf den schnellsten Weg nach Hause.
Dort angekommen las er in aller Ruhe diese Anzeige nochmals durch und dabei kam er zum
Entschluß, daß er unbedingt Näheres darüber wissen möchte. Er nahm seinen ganzen Mut
zusammen und rief die angegebene Hamburger Nummer an. Mit „Club Madame P“
meldete sich eine mürrische Stimme nach zweimaligen Klingeln. „Ich rufe auf ihre
Anzeige im Club Caprice an“ fragte er mit zaghafter Stimme. „Wann willst Du
vorbeikommen. Wir haben vom Montag bis Samstag immer von 12.00 Uhr mittags bis 4.00
morgens geöffnet!“ „Danke, diese Information habe ich bereits im Inserat
gelesen, ich will mich als Haussklave bewerben“, antwortete er. „Ach so, als
Haussklave – da mußt Du abends wieder anrufen und nach Herrin Michaela verlangen“,
bekam er schnippisch zur Antwort. „Könnte ich sie jetzt nicht sprechen, da ich aus
Österreich anrufe?“ meinte er. „Das geht leider nicht, da sie für solche
Gespräche erst am Abend zur Verfügung steht“ meinte die Stimme am Telefon.

Am Abend rief er nochmals – mit noch bangerem Herzen – in Hamburg an und welch ein Zufall
– Herrin Michaela war selbst am Telefon. Er erzählte ihr, daß er auf Grund eines
Inserates im besagten Magazin anrufe. „Ja, dann mußt Du mir einfach eine
ausführliche Bewerbung sowie ein Foto nach Deiner Wahlein Paßfoto reicht vollends –
schicken und dann werden wir weitersehen. Aus Deinem Schreiben sollen sowohl Deine
persönlichen Verhältnisse als auch Deine Vorstellungen als Haussklave sowie Deine
speziellen Neigungen hervorgehen. Und sobald ich Deinen Brief gelesen habe, werde ich Dich
per Telefon über meine Entscheidung informieren“. Als es sich im Laufe des
Gesprächs sich herausstellte, daß sie ebenfalls eine gebürtige Österreicherin ist,
wuchs in ihm noch mehr der Wunsch, ihr auf Dauer dienen zu können, denn er spürte
bereits zu diesem Zeitpunkt, daß von ihr eine unbeschreibbare Ausstrahlung ausging,
welche ihm in seinen Bann zog.
Abschließend bat er um einen ersten Befehl von seiner zukünftigen Herrin und der lautete
ganz einfach: „Warte auf meine Entscheidung“. Jedenfalls hatte er bei diesem
Gespräch bereits das Gefühl, daß Michaela ihn mit ihrer Stimme bereits in ihrem Banne
ziehen könnte. Nach diesem Telefonat fühlte er sich in eine euphorische Stimmung
versetzt.

Sobald er wieder einen klaren Gedanken fassen konnte, setzte er sich an seine
Schreibmaschine und schrieb einen Entwurf des – von seiner zukünftigen Herrin? –
verlangten Bewerbungsbriefes. Vor lauter Aufregung aber auch Erregung hatte er Probleme
seine Gedanken in Worte zu fassen.
Nach Überarbeitung des 3. Entwurfes ließ er es für heute gut sein und versuchte zu
schlafen. Aber eine ruhige Nacht verbrachte er nicht. Er träumte davon, wie seine
kühnsten Phantasien in Kürze in Erfüllung gehen könnten.

Am nächsten Tag – bevor er noch frühstückte – setzte er sich wieder seine
Schreibmaschine und schrieb die Endfassung des Bewerbungsbriefes. Im Nachhinein war er
sogar ein bißchen stolz auf sich selbst, weil es ihm nach seinem Dafürhalten gelang,
darin offen über seine heimlichen Wünsche zuschreiben. Und dies war erstmalig der Fall.

Auf dem Weg zum Postamt kamen in ihm Zweifel auf, ob er in diesen Augenblick doch das
Richtige tat. Denn wenn er wirklich als Sklave nach Hamburg kommen kann, ist dies
unabänderlich mit einem völligen Abbruch der familiären und sonstigen Bindungen
verbunden. Wenn sie schon bisher seine Neigung nicht tolerierten, so werden sie dies unter
diesen Umständen sicherlich nicht tun. Aber um so mehr er sich darüber den Kopf
zerbrach, um so stärker verfestigte sich in ihm die Meinung, daß er jetzt dies tun
solle, was für ihn das Beste sei. Dies klingt zwar egoistisch, aber ist es nicht in
gewissen Situationen nötig, einen gesunden Egoismus vor dem Wohle der Familie zu stellen
– vor allem dann, wenn die persönliche Entwicklung durch die Ansicht der Familie gehemmt
wird? Und ehrlich gesagt, hatte er auch keine Lust mehr in Zukunft sich deswegen mit
seiner Familie auseinanderzusetzen. Diesbezüglich reichten ihm seine Erfahrungen vom
letzten weihnachtlichen Familientreffen…

Als er das Postamt betrat stieg seine Nervosität. „Soll ich oder soll ich
nicht?“ ging ihm durch den Kopf. Aber nach einem Atemholen ging er zum nächsten
freien Schalter und brachte mit einem flauen Gefühl in der Magengrube den Brief als
Eilsendung auf den Weg nach Hamburg.

„Ab jetzt nimmt mein Schicksal seinen Lauf“ dachte er beim Verlassen des
Postamtes.

Und jetzt am Abend konnte er immer noch nicht zur Ruhe kommen. Er ist richtig aufgewühlt
– aber auch selbstsicher, daß sein Traum in Erfüllung gehen wird.

„Wie bringe ich es meiner Familie bzw. dem kleinen Freundeskreis bei“. Dies war
die Frage, welche ihm am meisten beschäftigte. Nach einer schlaflosen Nacht entschied er
sich, daß er nur per Telefon seinen Entschluß mitteilen wird. Den darauffolgenden
Sonntag verbrachte er unruhig und in Gedanken löste er bereits seine kleine
Untermietwohnung auf. Am Montag wartete er sehnsüchtig darauf, daß es endlich Abend
wird, denn wenn er keinen Anruf aus Hamburg erhält, wollte er jedenfalls höflichst
nachfragen ob sein Brief bereits angekommen sei. Es wird 21.00 Uhr – 23.00 Uhr und bis
kurz nach Mitternacht wartete er sehnsüchtig, daß das Telefon klingelt – aber leider
vergeblich. Daraufhin konnte er nicht mehr umhin und rief in Hamburg an und bat demütigst
um ein Gespräch mit Herrin Michaela. Dies wurde ihm auch gewährt. Auf seine Frage, ob
der Brief schon angekommen sei, erfuhr er von ihr, daß dies noch nicht der Fall sei.
„Übrigens, haben wir nicht vereinbart“, daß ich mich bei Dir melde“,
meinte Michaela mit herrischer Stimme. „Ja, schon, aber ich wollte nur sichergehen,
ob der Brief angekommen sei“, meinte er mit zaghafter Stimme. „Ok, dann
vereinbaren wir einfach, daß Du morgen um Punkt 21.00 wieder anrufst und dann werden wir
weiter sehen“. Er bedankte sich demütigst für das gewährte Gespräch und schlief
zufrieden mit sich und der Welt ein.

Den nächsten Tag versuchte er mit Spaziergängen zu verkürzen, aber die Zeit verging und
verging nicht. Er guckte alle paar Minuten auf die Uhr, aber irgendwer schien die Zeit
festzuhalten. Als es gegen 21.00 Uhr zuging, stieg seine innere Spannung an. Um Punkt
21.00 versuchte er die besagte Hamburger Nummer anzurufen. Leider vergeblich – der
Anschluß war besetzt.
Wie blöd, denn Michaela hatte ihm aufgetragen, *pünktlich um 21.00 Uhr* anzurufen.
„Was wird sie sich von mir denken, wenn ich es schon jetzt nicht schaffe“ einen
Termin einzuhalten, dachte er.

Endlich – es war in der Zwischenzeit bereits 21:10 Uhr – bekam er das ersehnte
Freizeichen. Er atmete einmal tief durch und er bekam das ihm schon bekannte „Club
Madame P – Guten Abend“ zu hören. Aber dieses Mal war nicht die Barfrauen am
Apparat, sondern Michaela persönlich.

Er konnte nicht einmal seinen Namen ganz aussprechen, schon wurde er von Michaela mit der
Bemerkung „Warum rufst Du unpünktlich an?“ unterbrochen.
Auf diese Reaktion war er nicht gefaßt und er stammelte „Entschuldigung Herrin
Michaela, aber der Anschluß war besetzt.“ „Da kann ich nichts dafür, Du mußt
halt so wählen, daß Du weder zu früh noch zu spät anrufst“ meinte sie lakonisch.

„Ich habe zwar schon eine Entscheidung getroffen, aber auf Grund Deines verspäteten
Anrufes werde ich Dir meine Entscheidung erst morgen Abend um Punkt 22.00 Uhr mitteilen.
Damit Du nicht nochmals mit der Ausrede kommen kannst, daß der Anschluß besetzt sei,
sage ich dir jetzt noch eine zweite Nummer, bei der Du unter allen Umständen ohne
Probleme eine Verbindung bekommen wirst“. Dankend nahm er die Entscheidung entgegen
und er versuchte nach Beendigung dieses Gesprächs einen Sinn zu finden, warum Michaela
erst Morgen ihre Entscheidung bekanntgeben wird. Nach langem Grübeln gelangte er zum
Schluß, daß die Chancen gut stehen würden, daß er als Sklave nach Hamburg kommen
könnte, ansonsten hätte Michaela ja bereits heute ihm seine Absage mitgeteilt, oder?

Jedenfalls stand ihm eine unruhige Nacht bevor. Er träumte davon, daß er schon in Kürze
vor Michaela knien dürfte. Am Morgen überlegte er sich, ob dies als ein gutes Omen zu
werten sei. Dieser Tag verging leider nicht im Flug, obwohl er insgeheim daran ging, die
nötigen Vorbereitungen für seine Abreise nach Hamburg in Angriff zu nehmen. In diesem
Zusammenhang überlegte er, wie er seine Entscheidung seinem Vater mitteilen sollte. Da er
praktisch seit dem letzten weihnachtlichen Familientreffen mit ihm keinen Kontakt mehr
hatte, faßte er den Entschluß, daß er dies per Telefon mitteilen wird. „Diese
Entscheidung ist rein meine persönliche Angelegenheit und es geht um mein persönliches
Glück oder Elend“ dachte er laut zur Bestätigung seines Beschlusses.

Aber trotz alledem ging die Zeit bis zum Abend sehr schleppend. Gegen 22.00 Uhr setzte er
sich zum Telefon und rief pünktlich in Hamburg an. Diesmal war wieder die Barfrau am
Apparat. Aber aus dem Hintergrund hörte er die Stimme von Michaela „Ist es der
Sklave, der heute anrufen soll?“ „Ja“, meinte die Barfrau und gab den
Hörer an Michaela weiter. In diesem Augenblicken begann seit Herz wie wild zu schlagen.
Es ging ihm gleichzeitig ein kalter als auch ein heißer Schauer über den Rücken. Ihm
war bewußt, daß er in wenigen Augenblicken etwas erfahren wird, was eine große Wende
bzw. Veränderung in seinem Leben bewirken wird.

„Na, heute hast Du es Doch geschafft, pünktlich anzurufen“, meinte Michaela zur
Begrüßung. „Ich habe es mir gründlich überlegt, und habe beschlossen, es mit Dir
zu probieren“. Wann könntest Du in Hamburg sein?“ „Ich habe noch ein paar
Dinge zu erledigen“, aber bis Sonntag werde ich es schon schaffen“, meinte er.
„Du wirst es schaffen, denn eine nochmalige Chance wirst Du von mir nicht mehr
bekommen!“ sagte sie mit herrischer Stimme, die ansonsten relativ mild und weich
klang. „Jawohl Herrin Michaela“, kam aus seinem vor Aufregung trockenen Mund.
„Und wann darf ich mich nochmals melden“, fragte er. „Freitag abend gibst
Du mir bitte die genaue Ankunftszeit in Hamburg bekannt und dann werde ich Dir auch sagen,
wann Du erstmals vor meinen Füßen knien wirst“, befahl sie und beendete abrupt das
Gespräch mit der Bemerkung: „Bis Sonntag, Sklave!“.

Er konnte es nicht fassen, daß sein geheimster und größter Wunsch Realität werden
sollte. Unruhig lief er Auf und Ab und war in diesem Augenblick unfähig einen klaren
Gedanken zu fassen. Einerseits befand er sich in einer Phase höchster Euphorie,
andererseits kamen in seinem Inneren Bedenken auf, ob er überhaupt den Erwartungen von
Michaela entsprechen wird.
Glücklicherweise gewann aber die Euphorie die Oberhand. An den nächsten zwei Tagen war
er vor allem damit beschäftigt, seine persönlichen Angelegenheiten in Ordnung bzw. zum
Abschluß zu bringen. Natürlich hatte er sich in der Zwischenzeit bereits nach
eventuellen Verbindungen nach Hamburg erkundigt. Am liebsten wäre es, wenn er am Samstag
zu Mittag abreisen würde, dies mit einen kleinen Zwischenstop nach München verbinden
könnte und gegen Mitternacht die Reise nach Hamburg fortsetzen würde, wo er gegen 10.00
Uhr Vormittags eintreffen könnte.

So verging die Zeit bis zum Freitag im Fluge, so daß er nur dazu kam, den wichtigsten
Personen „Adieu“ zu sagen, wobei er natürlich verschwieg, aus welchen Grunde er
nach Hamburg reiste. Am Freitag Abend durfte er endlich wieder mit Michaela telefonieren.
Er spürte bereits innerlich, obwohl er sie noch nie gesehen hat, welche Macht bzw. Kraft
von ihr ausging und bereits ihm im Unterbewußtsein beeinflußte. Am Abend konnte er
endlich die Stimme „seiner“ zukünftigen Herrin hören. Er erzählte ihr, von
seinen Reiseplänen. „Das finde ich ja gut. Du kannst den Sonntag noch dazu nutzen,
um Dich ein bißchen mit Hamburg vertraut zu machen und um Punkt 18.00 Uhr rufst Du mich
hier an. Da der Club ja Sonntags geschlossen ist, werde ich Dir einen Zeitpunkt nennen,
zudem Du dann demütig vor der Tür warten mußt“.
Mit einem „Genieße deine letzte Nacht in Deiner Heimat“ verabschiedete sie sich
von ihm.

Das bedeutete für ihm, daß jetzt für ihn der Countdown endgültig begonnen hat. Da er
vor Aufregung sowieso nicht Schlafen konnte, fing er an seine „Siebensachen“ zu
packen. Im Fernsehen lief der Film „The Day After“.
Dieser Film hatte ihm in diesen Augenblick einen Symbolcharakter, denn in Zukunft wird
für ihm nichts mehr so sein, wie es jetzt war. Dies sah er aber im positiven Sinne, daß
er endlich ein Leben genießen darf, welches seine Neigung – Veranlagung entspricht und zu
seinem persönlichen Glück verhilft.

Samstag am frühen Vormittag fuhr er bereits zum Bahnhof, verstaute sein Gepäck in einem
Schließfach, besorgte sich die Fahrkarte – eine Rückfahrt hatte er niemals eingeplant –
und unternahm noch einen Stadtbummel durch die Altstadt. Obwohl er sonst gerne durch die
Altstadt spazierte, war er mit seinen Gedanken bereits in Hamburg bei seiner zukünftigen
Herrin Michaela. Er zählte die Stunden bis zu dem Augenblick, wo er erstmals vor ihr
knien darf. Wenn er so dachte, nahm er leichten Herzens Abschied von seiner bisherigen
Welt.

Am Nachmittag bestieg er den Zug nach München. Er machte sich in einem Abteil bequem und
versuchte zu lesen, was ihm auf Grund seiner inneren Anspannung nicht gelang. Am Abend
unterbrach er in München für wenige Stunden seine Reise und er bummelte in dieser Zeit
durch die Stadt. . Aber er fühlte sich schon freier als am Vormittag in seiner
Heimatstadt, denn er wußte, daß er seinem Ziel schon wieder ein Stück näher gekommen
ist.
Spätabends bestieg er dann den Zug nach Hamburg. Je weiter die Reise Richtung Norden
ging, um so freudig erregter wurde sein Inneres. Er versuchte zu schlafen, aber mehr als
ein Dahindösen kam nicht zustande. In den frühen Morgenstunden fingen ihm wieder
Selbstzweifel zu quälen. „Habe ich doch die richtige Entscheidung getroffen“.
Er beruhigte sich insofern, indem er meinte, daß dies auch eine Entscheidung des
Schicksals sei.

Zügig kamen sie in die Nähe von Hamburg. „Endlich“ bin ich am Ziel meiner
Wünsche“, dachte er sich. Er öffnete das Abteilfenster und genoß die frische
Hamburger Luft. Hätte man ihn bei seiner Ankunft am Bahnhof sehen können, dann hätte
man den freudigen Glanz in seinen Augen sehen können. Er brachte sein Gepäck zum
Schließfach und ging die paar Schritte zum Kreuzweg, wo sich der Club „Madame
P“ befand. Rechnete er insgeheim, daß er dabei zufällig seine zukünftige Herrin
sehen könnte? Mit befreiendem Gefühl stellte er fest, daß er praktisch am Ziel
angekommen ist.

Wie soll er sich die Zeit bis zum Abend vertreiben? Nach kurzem Überlegen kam er zum
Schluß, daß es am besten wäre, wenn er sich ein bißchen mit seiner „neuen
Heimat“ vertraut macht. Er spazierte ohne festes Ziel durch Hamburg, denn er wollte
ENDLICH vor seiner Herrin knien. Aber die Zeit verging nicht so schnell wie er es
vorstellte. Es fing an leicht zu regnen – also wurde er bereits am ersten Tag mit dem
typischen Hamburger „Schmuddelwetter“ vertraut. Mehrmals schlenderte er über
den Kreuzweg – wo sich ja bekanntlich der Club „Madame P“ befand und wartete
sehnsüchtig, ob er vielleicht vorzeitig einen Blick auf seine zukünftige Herrin
erheischen könnte. Aber dieser Traum wurde ihm nicht erfüllt..

Einerseits fühlte er sich müde durch die Ereignisse der letzten Tage, andererseits
konnte er vor lauter inneren Anspannung auch nichts essen.
Praktisch alle 30 Minuten guckte er auf die Uhr und wartete sehnsüchtig auf den
Augenblick, daß es 18.00 Uhr werde. Unweit des Kreuzweges hat er bereits eine
Telefonzelle ausgemacht, von der er sogar einen Blick auf den Club werfen konnte. 17.45
Uhr – seine Anspannung stieg. Er ging in der Nähe der Telefonzelle nervös auf und ab und
5 Minuten vor 18,00 Uhr betrat er bereits dieselbe, damit keine andere Person diese in
Beschlag nehmen konnte. Nervös blätterte er zur Tarnung im Telefonbuch. Endlich – es
wurde 18.00 Uhr – und mit zittrigen Händen griff er zum Hörer und rief die besagte
Nummer an. „Tüt“ – „Tüt“ schallte es aus dem Telefon und gleich
darauf hörte er die ihm bereits vertraute Stimme von Michaela „Hallo!“.
„Ich bin es- Sklave Werner, Du hast mir aufgetragen, daß ich mich um Punkt 18.00 Uhr
bei Dir melden soll“. „Ja, und wo befindest Du Dich jetzt?“ fragte sie mit
einem dominanten Ton ihrer Stimme. „Ich befinde mich beim ZOB“, antwortete er
mit leiser Stimme. „Ja, gut, dann warte um 18.15 Uhr vor dem Clubeingang am
Kreuzweg“. und sie unterbrach das Gespräch, bevor er noch eine Frage stellen konnte.

Er ging schnurstracks zum Eingang des Clubs und wartete sehnsüchtig auf den Augenblick,
daß er erstmals seine zukünftige Herrin sehen und ihr seine Ehrerbietung entgegenbringen
kann. Sein Herz ging in freudiger Erwartung an zu pochen. Es wurde 18.15 Uhr – 18.20 Uhr
und es rührte sich nichts im Club. Er wurde innerlich nervös. Sollte sich Michaela es
doch noch mal mit ihm überlegte haben? Aber dann hätte sie ihm wahrscheinlich bereits am
Telefon die Absage erteilt, oder? Auf einmal hörte er, wie sich ein Schlüssel im Schloß
umdrehte und die Tür öffnete sich und ersah erstmalig seine zukünftige Herrin Michaela,
welche mit einem khakifarbenen Hosenanzug bekleidet war. „Komm` rein und begrüße
mich, wie es sich für einen Sklaven gehört“, sprach sie mit einerseits dominanter –
andererseits auch mit warmer, herzlicher Stimme. Er übertrat in diesem Augenblick über
die Schwelle in ein neues Leben – in das Leben des Sklaven der Herrin Michaela.
Sobald die Tür geschlossen war, fiel er vor Michaela auf die Knie und begrüßte sie mit
je einem Kuß auf ihre Stiefletten.

Es ist mit Worten schwer zu beschreiben, was in diesem Augenblick in ihm vorging.
Jedenfalls war er durch die Ausstrahlung seiner Herrin völlig fasziniert und in ihm stieg
das Glücksgefühl schier ins Unermeßliche… Ja, er war unheimlich stolz darauf, daß er
ihr in Hinkunft dienen darf.
Sklavenherz – was willst Du mehr?

Er konnte bzw. wollte sich nicht von ihren Stiefletten trennen. Aber mit dem Worten
„Jetzt ist es aber genug!“ setzte sie der Begrüßung ein Ende und forderte ihm
auf ihr mit seinem Gepäck zu folgen. In Gedanken stellte er sich bereits vor, wenn er sie
erstmals in Leder begrüßen dürfte. Sie gingen in die 1. Etage des Clubs, wo sich
anscheinend mehrere Räumlichkeiten zur Behandlung der Gäste befanden. Sie öffnete eine
Tür, aus welchem der unbeschreibliche Duft von Gummi strömte. „Nach so einer
strapaziösen Reise wird Dir sicherlich eine Dusche gut tun“, meinte sie und verwies
auf den in diesem Raum vorhandenen Whirlpool. „Zuerst möchte ich Dich auch einmal
nackt sehen“, meinte sie und weisungsgemäß zog er sich ohne Scheu vor ihr aus. Die
Anzeichen seiner körperlichen Erregung waren nicht zu übersehen.
Nach einer ausgiebigen Dusche bekam er die ersten Aufträge von seiner Herrin: „Ich
werde Dich gleich verlassen. Du wirst in der Zwischenzeit die gesamten Gummiteile
sorgfältig waschen, abtrocknen und pudern“.
Anschließend wirst Du sicherlich müde sein und das Bedürfnis zu schlafen haben. Du
wirst auf der Streckbank schlafen und als Bekleidung darfst Du Dir etwas aus den
Gummisachen aussuchen, welche Du morgens unverzüglich wieder reinigen wirst“. Mit
einem „Viel Spaß und Träum` schön“ verließ sie das Gummizimmer und in der
Folge den Club.

Er setzte sich hin und versuchte zu begreifen, welches Glück ihm zuteil wurde. Er fühlte
sich in einer fremden Stadt rundweg glücklich und ans einem Ziel angekommen, einer Herrin
dienen zu dürfen. Er sog den intensiven Geruch des Gummis und anschließend machte er
sich mit Genuß an die erste Arbeit im Auftrage seiner Herrin. Er ließ Wasser in den
Whirlpool ein und legte die verschiedensten Gummiteile in das Wasser. Die Ausstattung
dieses Zimmers umfaßte neben den verschiedensten Bekleidungsstücken aus Gummi, welche
von einem einfachen Slip bis zu einem einteiligen Anzug aus dickem Gummi reichten, sowie
auch Bettlaken, und andere Kleinteile gehörten dazu.
Weiter befanden sich in diesem Raum an der Wand ein Andreaskreuz sowie ein
gynäkologischer Stuhl und diverse Schlaginstrumente sowie medizinisches Zubehör. Als er
sich die einzelnen Teile genauer ansah fing die Phantasie in ihm zu arbeiten. Er hoffte,
daß er eines Tages in den Genuß der Wirkung dieser Einrichtung kommen wird. Und davon
war er fest überzeugt.

Anschließend nahm er die Gummiteile aus dem Wasser und trocknete sie mit Handtüchern
sorgfältig ab, bevor er sie einpuderte und sie wieder auf ihren angestammten Platz
zurückhängte. Es faszinierte ihm immer mehr, was er hier sah und wahrnahm. Es reizte
ihm, die anderen Räumlichkeiten des Clubs auf eigene Faust kennenzulernen. Aber der
Respekt, den er auf seiner Herrin hatte, schreckte ihm zurück. Nach Beendigung der
Arbeiten machte er von der Erlaubnis seiner Herrin Gebrauch, sich nach seinem Gutdünken
einzukleiden.
Er wählte hierfür einen Gummislip sowie einen zweiteiligen Gummianzug. Als Decke wählte
er sich natürlich ein Gummilaken. Dies stimulierte ihm so, daß er in nicht umhin konnte,
sich seine Befriedigung zu suchen.

Mit dem einerseits beruhigenden Gefühl, daß er das Ziel seiner Wünsche gefunden hat,
aber andererseits hatte er auch Angst davor, was ihm die Zukunft bringen wird, schlief er
mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht ein….

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